1868

In den damaligen Ortschaften Löberitz, Grötz und Rodigkau wurde beschlossen, eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen.
Es war eine der ersten Feuerwehren im Raum Bitterfeld. Der Wehrleiter war Franz Ohme.

Die Freiwillige Feuerwehr bestand damals aus 73 aktiven und passiven Mitgliedern.
Die erste Ausrüstung bestand nur aus ein paar Ledereimern, zwei Wasserwagen und kleineren Gerätschaften, die aus den Mitteln von den Gütern der Bauern und Landarbeitern zugeflossen sind, angeschafft wurden.

1869

Durch einen in diesem Jahr eingeführten Unterstützungsfond, sowie Einsatzgeldern und Unterstützung der Amtsverwaltung, konnte in den folgenden Jahren Ausrüstungen besorgt werden.

1909

Die Freiwillige Feuerwehr verfügte bereits über ein Spritzenhaus, ein zweistöckiges Steigerhaus, eine Protzenspritze mit Zubehör, eine vierrädrige Pferde-Spritze, eine große Leiter mit Stützen, zwei Steigleitern, einen Wasserwagen mit Stöpsel, einen Leiterwagen, neun Druckschläuche, eine Schlauchleine, zwei Mundstückschläuche, eine Schlauchrolle, 6 Wassertransporteimern und verschiedenen kleinen Geräten.

Die Bauern wurden damals zum Vorspanndienst nach Plan verpflichtet.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich die 3 Gemeinden zu einem großen Bauern-Ort, dem heutigen Löberitz.

1914

Die Feuerwehr bekommt eine fahrbare Feuerlöschspritze, die mit 8 Mann betrieben wurde.

1923

Von jedem Mitglied wird ein Beitrag von 100 Reichsmark erhoben. Nach Einführung der Strafgelder war die Beteiligung enorm gestiegen.

1937

Die Wehr bekommt ihre erste Motorspritze mit dem dazu gehörigen Schlauchmaterial. Ein neues Gerätehaus wurde gebaut.

1972

Die ersten Frauen treten in die Reihen der Feuerwehr ein. Die meisten von ihnen sind noch heute aktiv. Ihre vorwiegende Tätigkeit bestand im vorbeugenden Brandschutz.

1986

Die Feuerlöschtechnik musste erneuert werden und so wurde ein Feuerlöschfahrzeug angeschafft.

1996

Das vorhandene Fahrzeug entspricht nicht mehr den Anforderungen. Durch die Gemeinde und das Land wird ein neues hochmodernes Tragkraftspritzenfahrzeug finanziert.

1998

Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Löberitz wird erweitert.



Die Ledereimer, die vierrädrige Pferdespritze, die große Leiter, der Tragkraftspritzenanhänger (TSA), der Schlauchwagen und das Feuerlöschfahrzeug von 1986 sind noch heute funktionstüchtig und können in der Feuerwehr Löberitz besichtigt werden.